Tsunami

Tsunamis spielen auch in Neuseeland eine Rolle. Bevor wir nach Wellington zogen, hatten ich Kontakt zu einer Deutschen, die hier bereits seit einigen Jahren mit ihrer Familie lebt. Sie hat uns wertvolle Tipps zur Standortsuche in Wellington gegeben. Bei einem Mietshaus lässt es sich zwar auch noch einmal leicht umziehen, aber trotzdem wollten wir nicht in einer Gegend wohnen, in der Tsunamis eine Gefahr darstellen könnten. Die wesentlichen Kriterien für die Wahl eines Hauses waren:

– hoch genug gelegen

– auf Fels gebaut, nicht auf Sand

– aus Holz gebaut, nicht aus Stein

Wir haben uns für Brooklyn entschieden- das liegt auf dem Berg, der Untergrund ist Fels, das Haus ist aus Holz und hat bereits ca. 80 Jahre überstanden.

Der Stadtteil Island Bay im Süden von Wellington ist sehr hübsch, mit eigenem kleinen Strand, netten Lädchen, Cafés, einem tollen Sommerfestival und einer angenehmen Atmosphäre. Wenn da nicht die Tsunamis wären…

Auf der Straße Parade in Island Bay wurde tatsächlich vor einiger Zeit eine blaue Linie gezogen, welche das Gebiet kennzeichnet, das bei einem möglichen Tsunami maximal betroffen ist. So könnt Ihr also diese lange Straße vom Meer aus ins Landesinnere fahren und überlegen, welche hübschen Häuschen alle nass werden könnten.

Schaut Euch die Bilder an und überzeugt Euch selbst. Außerdem habe ich Euch das Hinweisschild auf dem einzigartig gelegenen Island-Bay-Spielplatz (Schaukeln mit Meerblick!) fotografiert.

Irgendwie leben Neuseeländer mit den Risiken von Naturkatastrophen. In den Schulen und Kindergärten werden regelmäßig Erdbebenübungen gemacht, wie wir das in Deutschland vom Feueralarm in den Schulen kennen. Tsunamis hängen mit Erdbeben oder Seebeben zusammen, und wenn meine Quelle stimmt, dann spielen sich 90 % der Erdbeben innerhalb des Pazifischen Feuerringes ab, in dem auch Neuseeland liegt. Mir hat diese Tatsache zu Beginn unserer Zeit hier und teilweise auch immer noch viele Gedanken beschert. Wie nun das statistische Risiko aussieht, bei einem Erdbeben sein Leben zu verlieren, weiß ich nicht. Besonders im Vergleich mit dem Alltag in einer europäischen Stadt wie z.B. Köln, in der man sich tagtäglich in den Verkehr begibt, eher Opfer von Kriminalität werden kann usw. Tja, was ist mein Fazit? Life can be short- enjoy life! 

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