Trademe.co.nz, ebay und ganz viel Wind in Wellington

Trademe ist nach Google New Zealand die am zweihäufigsten besuchte Internetseite in Neuseeland.

Bei etwas mehr als 4 Millionen Einwohnern gibt es fast 2,4 Mio registrierte User.

Auf der Suche nach ebay sind wir bereits vor unserem Umzug auf trademe gestoßen. Hier gibt es alles: Häuser (auch zur Miete), Autos, Kleidung, Spielzeug, …

Der damals  23jährige Sam Morgan gründete trademe 1999, als er online nach einer Heizung für seine Wohnung in Wellington suchte, wen wunderts…

Wir haben prächtig durch trademe profitiert und konnten nette Gebrauchtgegenstände zu guten Preisen finden. Dazu gehören:

Mietshaus, Tisch, Stühle, Schreibstisch, Hochbett, Kinderbett, e- Piano, Hochstuhl, Futonsofabett, Spielzeug, Dreirad, Buggy…

Von Deutschland aus schauten wir auch schon regelmäßig nach Häusern. Leider konnten wir aber keinen Kontakt zu den Vermietern aufnehmen, da man dafür registriert sein muss. Trotz diverser Versuche mit verschieden Adressen (z.B. von der zukünftigen Arbeit), kriegten die trademe- Aufpasser raus, dass wir uns von einem deutschen Computer einzuloggen versuchten. Um Schindluder zu verhindern, werden aber nur Neuseeländer zugelassen. Nach mehreren Bitten per Mail durften wir zwei Wochen vor unserer Abreise trademe beitreten. Zu unserem Glück hatte dies aber keinen Einfluss auf die Haussuche. Die meisten Mietobjekte werden nur wenige Wochen vor Mietbeginn angeboten.

Wenn Ihr nach Neuseeland umziehen oder Euch mal einen Eindruck machen möchtet, wie man hier so wohnen kann, schaut bei trademe unter realestate. Dort könnt Ihr die Region, Stadt und den Vorort eingeben. Schaut Euch besonders die Heizoptionen an. Beliebt sind Aussagen wie: “gut isoliert”, “effektives Heizsystem” (in dem Fall gerne mit Elektro- Radiatoren). Interessant ist, wie sehr man Doppelverglasung zu schätzen lernt- hier ein seltenes Extra, kaum in Mietshäusern zu finden. Ein Lichtblick hinsichtlich eines warmen Hauses im Winter ist auch der Spruch: “den ganzen Tag über Sonne”. Was man erst später so langsam versteht (wenn man bereits drin wohnt und friert): Wie liegt das Haus bzw. wie sehr ist es geschützt/ dem Wind ausgesetzt? Nicht zu vergessen, dass es manche Häuser gibt, die dem meist stärkeren aber wärmeren Nordwind (northerly) oder dem eisigen Wind von der Antarktis (southerly) standhalten müssen.

Ach, über das Wohnen in Wellington lässt sich sooo viel erzählen!!! Ich werde demnächst mal einen eigenen Artikel dazu schreiben!!!

Bei uns rappelt auch schon wieder seit zwei Tagen die Bude. Hier habe ich gelernt, dass sogar Bäume im Wind quietschen können. Ich glaube, es ist Südwind. Um die Richtung schnell und zuverlässig herauszufinden, hilft meist in kurzer Blick auf das Windrad in den Bergen von Brooklyn. Bei Starkwind wird es allerdings abgestellt… Windy Wellington lässt grüßen=:)

 

Tiefenentspannung for free

Im Prinzip ist dieser Artikel für alle- verspannte Muttis, Studenten, die gerne ein Bierchen trinken gehen, Pärchen, die sich zum Brunch verabreden und viele mehr! Mein neuester Café- Test führte mich ins Southern Cross- Café mitten in Wellington.

Eine Bekannte hatte mir vorgeschlagen, doch mal dienstags oder donnerstags morgens dort zur kostenfreien Nackenmassage zu gehen. Also, nehmt Euer Kind mit oder borgt Euch eins, die Massage ist es auf jeden Fall wert! Sie ist nicht nur gratis, sondern auch noch gut! Ob das Spielen und Treiben der Muttis mit ihren Babies und Kleinkindern jedem gefällt, ist eine andere Frage. Mit einer netten Begleitung zum Quatschen ist es auf jeden Fall nett. Ansonsten spielt sich eben alles auf knie- bis hüfthöhe ab: Mamis kriechen ihren Kindern hinterher und bauen Höhlen aus Cafétischen.

Bekommt einen ersten Eindruck, indem Ihr die Überschrift anklickt!

Um nochmal auf die Massage einzugehen: Je früher Ihr kommt, umso eher werdet Ihr massiert. Ich war um 9.40h dort und Nr. 2 auf der Massageliste. Diese dauerte 10 min und war sogar für meinen Sohn erträglich. Nachdem er mich auf dem Massagestuhl zuerst nicht mehr erkannt hat und Richtung Ausgang marschieren wollte, kümmerte sich Amy, die Kinderbetreuerin, um ihn, und ich konnte die Augen schließen!!! Amy ist “inklusive” im Preis (also Nix) enthalten. Gut, Geld für einen Kaffee oder Tee werdet Ihr wohl noch haben, aber der wird dann auch in den Guest Room gebracht, wo die ganze Aktion stattfindet.

Das Southern Cross- Café hat, wie ich anfangs schon angedeutet habe, noch einiges mehr zu bieten: hier gibt es Stricktreffen, Giant Jenga, Livemusik, Brunch uvm. Schaut Euch unbedingt die Homepage an, die ist ziemlich gut gemacht. Besonders die Space- Exploration durchs Café und auf die Straße macht Spaß!!!

http://www.thecross.co.nz/

 

Hier trainiert die Zukunft:)

Keine Ahnung, ob Neuseeland vorne liegt bei der Förderung talentierter Schwimmer, aber zumindest gibt es nette Schwimmkurse für die Kleinsten! Unser Sohn besucht seit ein paar Monaten einen Freiluft- Schwimmkurs in Wellingtons Stadtteil Berhampore. Von den ersten Annäherungsversuchen ans Wasser im letzten Oktober bis jetzt (März 2012), hat er sich von einem wasserscheuen, zitternden 4jährigen zu einem dauergrinsenden, während des Kurses englisch plappernden fast 5jährigen entwickelt. Er steckt nun mit Vorliebe den Kopf unter Wasser, schwebt, reitet auf der Nudel (hier Spaghetti genannt) und macht Beinschlag am Brett.

Eine Freundin hat mir erzählt, dass es ziemlich schwierig war, ihren Sohn im Schwimmkurs in Köln unterzubringen (natürlich lange Wartelisten wie gewohnt). Hier läuft alles über die Schwimmschule LITTLE MAKOS. Der Kurs kostet 100$ im Term (meist 10 Wochen), dauert pro Woche 1/2 Stunde. Wenn mal ein Kind krank oder sonst wie verhindert ist, kann problemlos per sms ein Ersatztermin gefunden werden. Die Gruppen sind klein (1-4 Teilnehmer), die Lehrer nett, das Becken niedlich und das Wasser natürlich geheizt. Witterungsbedingt finden die Kurse zum Glück nicht in den Wintermonaten statt, dann werden wir ins Schwimmbad nach Kilburnie ausweichen.

Wer neugierig ist, kann unter
http://www.littlemakos.co.nz/Littlemakos-About-Us.html

die Homepage der Schwimmschule ansehen.

Watch out!

Na toll, nun hatte ich mich gerade einigermaßen mit dieser komischen Verkehrsregel arrangiert, da wird sie auch schon wieder geändert:

Bis zum 25. März 2012, 4:59 Uhr morgens ist es noch so, dass…

…Linksabbieger, die von der Vorfahrtsstraße kommen, entgegenkommenden Rechtsabbiegern Vorfahrt gewähren müssen.

Nun wird es aber ab dem 25. März, 5:00 Uhr so sein, dass…

…eben diese Linksabbieger zuerst fahren dürfen, der nach rechts einbiegende Gegenverkehr muss also warten.

Leider bin ich mittlerweile so verwirrt- Linksverkehr hier, Linksabbieger dort, dass ich überhaupt nicht mehr weiß, wie es in Deutschland ist. Wahrscheinlich werde ich es dann auch irgendwann wieder wissen, aber solche theoretischen Denkaufgaben überfordern mich ganz einfach.

Damit Ihr ein bisschen Gehirnjogging betreiben könnt, habe ich hier folgenden Link, der zu einem netten Übungsquiz führt (wahrscheinlich für Euch alle überhaupt kein Problem, aber geistiges Training ist immer gut!):

http://www.nzta.govt.nz/traffic/around-nz/new-rule-quiz.html

Hier noch der Klick zur offiziellen Seite mit Überlebensvideo:

http://www.nzta.govt.nz/traffic/around-nz/road-user-rule.html

Have a safe trip!!!

It’s a winner!

Lemon Honey oder Lemon Curd- in England, Neuseeland und den USA wohl viel bekannter als in Deutschland. Ich bin dieser köstlichen Kalorienbombe während unseres Urlaubs auf der Coromandel im Norden Neuseelands zum ersten Mal begegnet. Die Vermieterin hatte im Kühlschrank des Ferienhäuschens (“bach”- wie diese in Neuseeland genannt werden) ein Gläschen als Gastgeschenk deponiert. Ich bin nur aus Langeweile darauf gestoßen und gleich dabei geblieben. Nach dieser Begegnung war das Glas zur Hälfte leer. Der Inhalt schmeckte wie flüssige Zitronentarte- eins meiner Lieblingsdesserts. Würde sich demnach wahrscheinlich auch gut als Weltraumnahrung in der Tube verkaufen lassen. Ich fragte die Gastgeberin nach dem Rezept: Sie gab es mir gerne- zusammen mit den Worten: It’s a winner!

Damit Ihr nicht darben müsst, hier das Rezept:

ZUTATEN:

4 unbehandelte Zitronen

400 g Zucker (ich habe den Zucker etwas reduziert- eigentlich sollen 2 cups= 450 g Zucker verwendet werden…)

4 Eier

125 g Butter

ZUBEREITUNG:

Butter im Wasserbad schmelzen, Zitronenschale abreiben, Zitronen auspressen. Zucker und Zitronensaft in die Butter rühren, bis sich der Zucker komplett gelöst hat. Eier separat schlagen, dann dazu geben. Zitronenschale ebenfalls untermischen. Die Mischung weiterhin im Wasserbad über kochendem Wasser solange rühren, bis sie andickt. In Gläser geben. Abkühlen lassen. Bis zum Verzehr (wird nicht allzu lange sein) im Kühlschrank aufbewahren.

Round the fountain- Drachenbootrennen bei Traumwetter

Heute war mal wieder Sommer. Das hat tausende von Menschen zur Waterfront in Wellington geführt. Zum Glück gab es neben der traumhaften Kulisse der Bucht auch ein tolles Spektakel: Round the fountain- Harbour fun day. Dabei konnten wir die motivierten, Gute- Laune- ausstrahlenden Teams in ihren Drachenbooten bejubeln.

Der Höhepunkt folgt am 17./ 18. März. Dann wird das Wellington Dragonboat Festival zum 27. Mal ausgetragen. Mehr als 75 Teams aus Neuseeland und auch Australien werden daran teilnehmen. Ein Drachenboot fährt mit 20 Paddlern (the Paddlers), einem Steuermann (the Sweep) und einem Trommler (the Drummer). Wer Interesse hat, kann hier weitere Infos bekommen:

http://www.dragonboat.org.nz/page/home.aspx

 


$ 760,000 locker?

Was scheint das zu sein, Scorch-O-Rama? Tja, Latein habe ich nach einem halben Jahr abgewählt, Griechisch wurde leider nicht angeboten. Aber wer braucht schon Schulbildung, es gibt ja das Internet!

O-Rama kommt doch tatsächlich auch in dem Wort Panorama vor und bedeutet (aus dem Griechischen), falls ich richtig kopiert habe: “Alles sehen”.

Eine nette Erklärung gibt es auch unter http://wiki.answers.com.

Dort steht: The suffix -orama means “a seeing, a viewing.” But it just gets thrown meaninglessly onto words for advertising purposes, as if it made a big deal out of an otherwise ordinary term.

Scorch-O-Rama bedeutet also: Lage, Lage, Lage oder Ausblick, Ausblick, Ausblick. Es ist ein ordentliches Café mit Milchshakes, Spaghetti auf Toast, bunten Stühlen und zwei riesigen Spielzeugkisten, um die Kleinen zu beschäftigen. Die Oase liegt in Wellington´s Scorching Bay, ziemlich ruhig an der Ostküste der Halbinsel Miramar. Die Karaka Bay Road führt zwar zwischen dem Gebäude und der Terrasse hindurch. Aber abgesehen davon, dass auf der Küstenstraße der Halbinsel hin und wieder mal Pinguine kreuzen, ist dort nicht all zu viel los. Vorgänger des Scorch-O-Rama war das Chocolate Fish Café, das ich Euch bereits vorgestellt habe. (Es ist auf die Westküste der Miramar- Peninsula umgezogen.)

Ein Besuch der Weta Caves, die nicht weit entfernt sind, dann einen Flat White oder Smoothie im Scorch-O-Rama, im Anschluss zum Strand-  ein schöner Tag! Es gibt weißen Sand (aufgeschüttet?), hübsche Felsen, einen genialen Blick auf die Durchfahrt zur Cook Strait. Die Fähren auf dem Weg zur Südinsel oder Richtung Wellington machen Lust auf Abenteuer.

Wer andere Abenteuer sucht (z.B. das Überleben in den nicht isolierten, unbeheizten Häusern Neuseelands- davon gibt es eine ganze Menge), der sollte beim Kaufangebot eines Hauses, nicht weit entfernt vom Café, zuschlagen. Zum Schnäppchenpreis von nur $760,000 (ca. 478.471 Euro) wird dieses für Wellingtons Verhältnisse leider nicht ganz untypische Häuschen mit Meerblick angeboten. Schaut es Euch in der Bildergalerie an- klickt auf das Artikelfoto mit den bunten Stühlen. Naja, vielleicht tue ich dieser Bretterbude ja Unrecht, und sie hat sogar eine Heatpump (lach).

Bevor ich mich nun auch zum Endlosthema “Häuser in Neuseeland” auslasse, gönne ich Euch noch ein paar süße Träume von Neuseeland.

Viel Spaß beim Betrachten der Bilder!

P.S. Das Scorch-O-Rama hat eine eigene Homepage, und ist natürlich auch bei Facebook zu finden:
http://www.scorchorama.co.nz/ (öffnet sich bei mir momentan nicht?!)
http://www.facebook.com/pages/Scorch-O-Rama/128213517562

Noch ein Insekt… Kihikihi

Wir bekommen nicht nur Weta- Besuch, sondern auch Zikaden bevölkern unseren Garten.

Kihikihi ist ihr Maori- Name. Sie singen den ganzen Tag. Sehen können wir sie aber meist nicht, nur ihre verlassenen Körperhüllen liegen überall rum.  Vor ein paar Tagen aber hatten wir Glück: Wir haben eine Zikade entdeckt, die dabei war, sich aus ihrer Haut zu schälen. Auf den Bildern seht Ihr beide Stadien.

Dinosaurierbesuch

Immer mal wieder haben wir Besuch, zuletzt vorgestern früh. Als wir die Haustür öffneten, fiel er uns entgegen: ein Weta!

Laut Wikipedia gehören die Weta zu den Langfühlerschnecken. Sie leben überwiegend auf der Südhalbkugel.

Weitere Infos über diese possierlichen Tierchen könnten Ihr unter

http://de.wikipedia.org/wiki/Weta finden.

Peter Jackson wählte für seine Filmproduktionsfirma in Wellington den Namen WETA WORKSHOP- bekannt geworden durch die Trilogie HERR DER RINGE.

Momentan wird der Hobbit gedreht. Wer dazu auf dem Laufenden bleiben möchte, kann folgende Website aufrufen:

http://www.wetanz.com/the-hobbit-movies-latest-updates/

Noch mal zurück zu unserem Besucher: der erste, den wir vor ein paar Monaten gefunden hatten, erschien uns tot- er bewegte sich nicht mehr, und das über Stunden. Also wollte unser Sohn ihn mit den Kindergarten nehmen. Die Erzieherin, eine geborene Neuseeländerin, hatte Tränen in den Augen, als sie ihn sah. “Wir Neuseeländer nehmen nichts aus der Natur mit- keine Pflanzen, keine Tiere, keine Vulkansteine (eine Anspielung auf die Mitbringsel unserer vorherigen Seite zum Mount Taranaki)!” Sie brachte ihn sofort ins dunkle Gebüsch, dort sei er am liebsten.

Wir haben einen anderen Einheimischen gefragt, ob er es genau so handhaben würde. Er meinte nur: “Solange Ihr keinen Kiwi mit in den Kindergarten bringt…!” :)

 

 

Happy Valentine’s Day

Dear Wellington, we love you!

http://www.stuff.co.nz/dominion-post/comment/6410814/Dear-Wellington-We-love-you